Sonntag, 18. März 2012

Glutenfrei leben im Alltag

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

schon lange mache ich mir Gedanken darum, ob das Netz noch einen weiteren glutenfreien Blog verträgt. Auf der einen Seite würde ich sagen, dass es gar nicht genug glutenfreie Blogs geben kann und auf der anderen Seite möchte ich nicht aus erster sondern aus zweiter Position berichten. Ich möchte keine Konkurrenz sein, ich möchte ergänzen.

Meine Intention ist es nicht, neue Rezepte, Mehlmischungen oder sonstiges zu erfinden und public zu machen, ich bin Verbraucher und Anwender, ich möchte vorhandene Produkte und Rezepte auf Alltagstauglichkeit testen und mit meiner Erfahrung spicken.

Aber eigentlich möchte ich auch schlichtweg über meinen Alltag berichten. Natürlich spielt das "böse" Gluten darin eine große Rolle. Ob die Rolle irgendwann mal kleiner wird und/oder sich besser integriert? Momentan verbringe ich sehr viel Zeit in der Küche um für mich verträglich zu backen/kochen und möglicherweise einzufrieren. Immer mit dem Gedanken im Hintergrund, dass ich was Verträgliches da habe.

Und ich möchte meinen Freunden einen Einblick bieten, die mich schonmal mit einer Handbwegung abtun - "du und dein Gluten!" Ja, ich und mein Gluten. Hier bin ich. Die Unverträglichkeit macht mich zum Außenseiter und ich werde versuchen Brücken zu bauen.

Grad heute habe ich eine Zucchiniquiche gebacken, bei der weder meinem Mann noch mir der Teig geschmeckt hat. Glutenfreie Mehlmischungen sind um ein Vielfaches teurer als glutenhaltige Mehle und ich finde es dann immer besonders ärgerlich, wenn die Backergebnisse mal so grad am Rande oder sogar für die Tonne sind.


Ich habe den Belag genossen und den Teig entsorgt. Naja, und noch zwei Stücke übrig für morgen.

Ein ganz großes Dankeschön hier schonmal an meinen Mann - den besten aller Ehemänner - der wirklich jeden Backversuch von mir probiert und sich notfalls auch ein Brot schmiert, wenn es nicht geschmeckt hat. Dem einiges nicht wirklich einleuchtet, der mich aber so akzeptiert wie ich bin.

1 Kommentar:

  1. Wirklich klasse beschrieben! Ich persönlich bin ja wirklich froh, das es in meiner Familie keinerlei Einschränkungen in Hinsicht auf Lebensmittel (Allergien oder Unverträglichkeiten) gibt! Ich weiß allerdings aus dem Bekanntenkreis, das es wirklich schnell zu solchen Problemen kommen kann und von daher befasse ich mich ja hin und wieder auch gerne mal mit solchen Themen, da man nie weiß, ob es nicht auch in der eigenen Familie dazu kommen kann und ich bin gerne vorbereitet :-) Ich kann mir gut vorstellen, das es ein wirklich schwieriges Thema ist und besonders für alle etwas zu finden. Auch ich hatte ja schon mal das ein oder andere glutenfreie Produkt im Haus und muss zugeben, überzeugen konnte hier wirklich nichts! Ich ziehe also regelrecht den Hut vor jedem, der sich seiner Gesundheit zuliebe mit den (wohl meist) weniger schmackhaften Alternativen herum plagt (ich nenne das jetzt einfach mal so) und drücke Dir ganz feste die Daumen, das es Dir auf Dauer gelingt wirklich durchgängig wohlschmeckende und zufriedenstellende Produkte zu finden bzw. zuzubereiten! Und da ich auch deinen "normalen" Blog immer wieder gerne lese, werde ich auch hier nun öfter vorbei schauen, denn du schreibst einfach herrlich offen und ehrlich und ich denke, das du so auch jede Menge Gleichgesinnter finden wirst, die ebenso Probleme haben sich mit dem Thema "Gluten" zu arrangieren. Anke, du hast das Zeug dazu solchen Leuten Mut zu machen und bestimmt hat der ein oder andere auch noch irgendwo ein "Geheimrezept" für dich ;-)

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